Der Hauptzweck eines Trockenanzugs ist es, dich trocken zu halten (der Name verrät es schon). Er ist eine wasserdichte, winddichte und atmungsaktive Hülle – das bedeutet allerdings auch, dass er selbst keinerlei wärmende oder isolierende Eigenschaften hat. Indem er das Wasser von der Haut fernhält und Feuchtigkeit entweichen lässt, hält ein Trockenanzug dich natürlich trotzdem wärmer, als du ohne ihn wärst, und schützt zusätzlich vor Windchill. Der Schlüssel zum Warmbleiben (und nicht nur zum Trockenbleiben) liegt aber darin, sich darunter richtig einzukleiden.
Vier Dinge sind dabei entscheidend:
Das ist ziemlich einfach. Schau auf das Wetter und denk an die Bedingungen. Wind und Regen lassen dich schneller frieren, und denk auch an die Wassertemperatur, denn die weicht oft von der Lufttemperatur ab.
Wie aktiv bist du auf dem Wasser? Beim Segeln, Kitesurfen oder Kajakfahren bewegst du dich vermutlich viel, was deine Körpertemperatur erhöht. Trägst du den Trockenanzug dagegen zum RIB-Fahren oder Jetskifahren, sitzt du deutlich mehr – und frierst entsprechend schneller.
Ein paar Stunden oder ein Törn über Nacht? Wenn du länger unterwegs bist, solltest du dich vor allem auch wohlfühlen.
Das musst du selbst einschätzen. Überleg, ob du im Vergleich zu anderen schnell frierst.
Mit diesen vier Faktoren im Hinterkopf kleidest du dich am besten nach dem Drei-Schichten-Prinzip.
Der Base Layer liegt direkt auf der Haut. Seine Aufgabe ist es, die Körperwärme zu halten und Feuchtigkeit von der Haut wegzutransportieren, die dich sonst auskühlen würde. Diese Schicht sollte eng anliegen und bequem sein, sonst wirft das Material unter den anderen Lagen Falten, was zu Reiben oder Scheuerstellen führt.
Der Mid Layer ist deine dickere Schicht. Greif hier zu Fleece für zusätzliche Isolierung und Wärme. Ein normales, leichtes Fleece genügt, aber viele unserer Trockenanzüge kommen bereits mit Unterfleece oder Undersuit – so profitierst du auch an den Beinen von einer Fleeceschicht, nicht nur am Oberkörper. Wenn du oben ein normales Fleece trägst, überleg, ob dir auch an den Beinen kalt wird, und kleide dich entsprechend.
Die Außenschicht ist dein Trockenanzug. Er ist eine Hülle, die selbst keine Wärme liefert, dich aber vor Wasser und Windchill schützt. Die Materialien moderner Trockenanzüge sind zudem immer atmungsaktiv, sodass Feuchtigkeit nach außen entweichen kann, statt dich von innen auszukühlen.